| Abzw Copitz?Herrenleite | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Ausschnitt der Streckenkarte Sachsen von 1902
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| Kursbuchstrecke: | - | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckennummer: | 6602; sä. PH | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 4,825 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Maximale Neigung: | 25 ? | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Minimaler Radius: | 180 m | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Legende
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Die Bahnstrecke Pirna?Herrenleite war eine nur dem Güterverkehr dienende Nebenbahn in Sachsen. Sie begann in Pirna am Kilometer 44,504 der Bahnstrecke Kamenz?Pirna und führte nach den Steinbrüchen in der Herrenleite. Die Strecke wurde 1998 stillgelegt.
In der Herrenleite wird schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts Sandstein abgebaut, der sich durch besondere Festigkeit und Wetterbeständigkeit auszeichnet. Im Januar 1900 richteten die Anliegergemeinden eine Petition an den sächsischen Landtag, um eine Industriebahn von Copitz ausgehend durch die Herrenleite nach Dorf Wehlen zu bauen. Da die vorgesehene Strecke ein rentables Verkehrsaufkommen versprach, wurde die Strecke schließlich vom sächsischen Landtag als normalspurige Industriebahn bewilligt.
Am 2. Januar 1906 begannen die Bauarbeiten, die nach einem Jahr abgeschlossen waren. Außer der Verlegung des Baches im Talgrund waren keine größeren Erdarbeiten und auch keine Kunstbauten nötig. Am 20. März 1907 wurde die neue Strecke in Betrieb genommen. Öffentlicher Ladeverkehr fand allerdings nur bis zur Ladestelle Mockethal statt.
Ab August 1944 wurden in der Herrenleite Anlagen zur Benzin-Destillation aufgebaut. Das dafür nötige Erdöl wurde während des Zweiten Weltkrieges aus Zistersdorf in Österreich mit Kesselwagen angeliefert. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Anlagen als VEB Mineralölwerk Herrenleite noch in Betrieb.
Ab 1964 übernahm die Nationale Volksarmee das Gelände und nutzte es als Depot und für die Herstellung von Frostschutzmitteln weiter. Für die Abfuhr von Sandsteinen besaß die Strecke in der Folge keine Bedeutung mehr, zumal die meisten Steinbrüche mittlerweile stillgelegt waren.
Auch nach der politischen Wende im Osten Deutschlands 1989 blieb die Strecke als Anschlussbahn zum nunmehrigen Depot der Bundeswehr in Betrieb.
Am 9. September 1996 erhielt die Strecke den Status eines Nebengleises des Bahnhof Pirna. Reguläre Zugfahrten fanden zu diesem Zeitpunkt nicht mehr statt. 1998 wurde die Abzweigweiche aus der Strecke Kamenz?Pirna ausgebaut, 2005 auch die Gleisanlagen zwischen Kilometer 0,15 und 1,58.
Der Verein Historische Feldbahn Dresden möchte das noch vorhandene Gleis zwischen Mockethal und der Herrenleite übernehmen und als Zubringer zum Feldbahnmuseum nutzen. Eine Realisierung ist allerdings in nächster Zeit nicht zu erwarten.